Machbarkeitsstudie Seilbahn: Rheinpendel in Köln wird konkreter

Neue Verkehrswege in Köln?

Das gewohnte Bild der Rheinseilbahn wird mit dem Rheinpendel der Vergangenheit angehören. Bild: ummet-eck.de / schön
Das gewohnte Bild der Rheinseilbahn wird mit dem Rheinpendel der Vergangenheit angehören. Bild: ummet-eck.de / schön

Tourismus? Nahverkehr? In Köln ist das bei einer Seilbahn, die mehrfach den Rhein überquert, wahrscheinlich nicht so ganz klar. Ist aber auch eigentlich nicht so entscheidend, denn beide Fälle sind natürlich in Köln von Vorteil.

Seit dem Jahr 1957 gibt es in Köln ja bereits die Rheinseilbahn, die anlässlich der ersten Bundesgartenschau eröffnet wurde. Eine Zweiseilumlaufbahn der Firma Pohlig, die mittlerweile über drei Stützen, am Anfang sogar nur über zwei Stützen, verfügt und sogar den Bau der Zoobrücke überdauert hat.

Die eigentlich nur befristete Betriebserlaubnis der Seilbahn, die nur für die Bundesgartenschau gedacht war, wurde immer wieder verlängert. Ein deutliches Indiz für die Beliebtheit des allerdings vorwiegend touristischen Verkehrsmittels.

Doch die Rheinseilbahn ist leider auch in die Jahre gekommen. In letzter Zeit häuften sich leider auch Pannen, derer man zwar mit moderner Seilüberwachung zu Leibe gerückt ist, aber der Zahn der Zeit nagt unaufhörlich.

Und so kam von einer Fraktion im Stadtrat die Idee eines Rheinpendels auf, das nun am 25. April in einer zunächst räumlich begrenzten Variante im Verkehrsausschuss vorgestellt wird. Die Machbarkeitsstudie ist von der KVB in Auftrag gegeben worden und sollte zum einen die Trassenführung erörtern und zum anderen nun aber auch die Anbindung an den ÖPNV untersuchen.

Herausgekommen ist eine „Vorzugsvariante“ mit zunächst in jedem Fall vier Teilstrecken und einer möglichen Seitenstrecke.

Streckendetails des Rheinpendels
Beginnend am Kölner Zoo geht es zunächst zum Rheinpark und zwar auf exakt der gleichen Trasse, die heute schon von der Rheinseilbahn genutzt wird (Teilstrecke V 1.1). Eine Erweiterung dieser Strecke könnte weiter gehen bis zum Nordeingang der Kölnmesse (Teilstrecke V 1.2).

Vom zentralen Knotenpunkt im Rheinpark geht es dann weiter zum Breslauer Platz vor dem Kölner Hauptbahnhof und damit zum zweiten Mal quer über den Rhein (Teilstrecke V 1.3). Der dritte Streckenabschnitt führt dann vom Hauptbahnhof ein drittes Mal über den Rhein und zusätzlich auch über die Hohenzollernbrücke sowie die Deutzer Brücke hinüber zur Deutzer Freiheit (Teilstrecke V 1.5).

Der letzte Abschnitt verläuft dann am Rheinufer entlang bis zum Deutzer Hafen (Teilstrecke V1.6).

Seilbahntechnik
Die Technik der Seilbahn ist heute natürlich eine komplett andere als im Jahr 1957. Die gesamte Seilbahnanlage soll natürlich barrierefrei und möglichst mit modernen Umlaufbahnen errichtet werden. In der größten Variante einer 3S Bahn sind hier Kabinen bis zu 35 Personen möglich. Fahrradtransport, sie Mitnahme von Kinderwagen etc. sind natürlich auch möglich.

Leuchtturmprojekt
Wenn die Stadt Köln es rechtzeitig schafft, dieses Projekt zu realisieren, ist es natürlich ein Leuchtturmprojekt und Vorbild für möglicherweise viele andere urbane Seilbahnprojekte – sogar in Deutschland.

Machbarkeitsstudie im Volltext >>

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